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Ein freudiges Wiedersehn

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Woher hat ein Baustellenseelsorger, so viel Fachwissen? Das haben sich alle gefragt, die Peter Maile noch als Diakon aus der Esslinger Zeit kannten.  Kompetent und fachlich versiert wurden wir von Ihm über die Baustelle des Bahnprojekts Stuttgart 21 geführt. Wir durften den Eisenflechtern bei ihrer Arbeit über die Schultern schauen. Die Größer der Maßnahme überraschte. Sieht man doch von Außen immer nur einen kleinen Ausschnitt der Bautätigkeit.
Schnell war ein WIR-GEFÜHL entwickelt, nachdem wir mit Bauhelm, Gummistiefel und Funkverbindung ausgestattet waren. Dann ging es auch quer über die Baustelle, vorbei an tiefen Baugruben, durch leere Bahnsteighallen und durch alte Untertunnelungen. Super Eindrücke die bei allen noch lange nachwirkten.  Der ein oder andere hatte, aufgrund der großen Gummistiefel und der weiten Strecken die zurückgelegt werden mussten, ein wenig Probleme mit der Kondition, zumal wir am Anfang der Führung auch noch den Turm des Hauptgebäudes den Rundumblick aus der Vogelperspektive genossen hatten.
Neben den technischen, baulichen und erlebten Superlativen konnte wir jedoch auch das Wirken eines Baustellenseelsorgers wahrnehmen. Den Peter Maile kennen hier fast alle, bemerken die Teilnehmer der Führung. Egal in welchem Bauabschnitt wir uns bewegten, alle Mitarbeiter des Bahnprojekts, denen wir begegneten, kannten Peter Maile und hatten sofort ein sehr persönliches und freudiges „Hallo Peter“ auf den Lippen. Das Aufgabengebiet, wie wir erfahren konnten, ist riesig groß. Groß auch das Engagement, dass wir spüren konnten. Hier wird nicht nur ein Job gemacht, nein hier ist Berufung zu erleben. Seelsorgerische Betreuung von so vielen Menschen, die oft fern von der Heimat und fern von ihren Familien hier unter Tage arbeiten, ist nicht einfach. Die Wichtigkeit dieser Aufgabe wurde uns bei unserem Besuch in Stuttgart deutlich.
Mit Respekt und Anerkennung vor dieser Aufgabe bedanken sich die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter
der Friedhofabteilung im Grünflächenamt der Stadt Esslingen am Neckar bei Herrn Peter Maile.Thomas Zink.

Ein Bericht über die Leidenschaft..

So lautet der Titel der Neuen Ausgabe aus dem Jahr 2016. Claudia, Konrad, Ahmet und andere berichten leidenschaftlich über ihr berufliches Engagement! Viel Freude beim lesen. s21_seelsorge-zeitung-nr-1-2016-pdf

Abwechslung für die Mineure

Am 8.09.16 um 15 Uhr ging es los: Wir, das sind Peter und Ich, seine Praktikantin, machten uns auf dem Weg nach Denkendorf, der Unterkunft der Mineure. Es war schon länger geplant mit den Mineuren, genauer gesagt mit einer Drittelschicht der Mineure am Fildertunnel, einen Ausflug zu machen, um den „Tunnelblick“ zu erweitern, Stuttgart kennenzulernen und andere Baustellen in Stuttgart zu besuchen – gerade was die anderen Kollegen angeht, welche Schwierigkeiten es dort gibt und um einfach zu erfahren „was gerade so los ist, bei denen“.

Soweit so gut. Wir kommen an, die Stimmung ist ausgelassen, Stephan hatte an diesem Tag Geburtstag und man saß bereits gemütlich beieinander. Zuerst peilen wir die Ulmerstraße an, wir wurden bereits erwartet und ein Kollege von der Bauleitung hat uns eine Einführung gegeben. Ich durfte währenddessen Eis kaufen gehen, welches wir an die Kolleginen und Kollegen der Ulmerstraße  verteilt haben – wer freut sich bei 30 Grad nicht über ein Eis? Wir hofften zumindest, den anderen damit eine Freude zu bereiten.

Für unsere „Reisetruppe“ ging es dann auch schon weiter Richtung Hauptbahnhof. Dank unserem Fahrer Peter konnten wir viel in kurzer Zeit sehen, den Mineuren einmal zeigen, wie das Projekt Bahnhofunterlegung läuft und einmal aussehen wird – das Staunen war groß! Vorsichtig vorausschauend nannten die Mineure das Projekt „Stuttgart 31“ – hoffen wir, dass sie nicht Recht behalten werden.

Nach vielen Kilometern ohne Klimaanlage war es dann auch Zeit für den Biergarten! Und so haben wir den Abend gemütlich ausklingen lassen, mit gutem Essen und einer großen Runde Bier. Und da es für die Mineure am nächsten Tag wie gewohnt mit der Arbeit weiter ging, brachten wir sie nicht allzu spät wieder zu ihrer Unterkunft zurück. Die Kollegen schienen glücklich und wir zufrieden zu sein.

Die Praktikantin, Natalie Wittek.

 

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Peter, wie immer, voll im Einsatz!

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Die Stimmung ist gut, die Freude über Abwechslung groß!

Sommer Impressionen

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Handwerkervesper bei Bunte und Heitkamp

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Filis, die Kollegin von DB Sicherheit, auf dem Weg zur Schichtübergabe 

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Endlich Feierabend -ein wohlverdientes Mineursvesper bei der Atcost

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Verabschiedung von Christoph bei der ATA

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Thomas der Maschinenschlosser bereitet sich auf die Schweißerprüfung vor. Glück Auf

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Ahmet und Ibrahim beim armieren auf dem Baufeld

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Ich besuche die Kollegen in der Röhre am Albaufstiegstunnel

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Die Tunnelpatinnen machen sich auf den Weg zu den Mineuren

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Die gesegneten Männer und ihre Räder. Sie strahlen!

Alles hat seine Zeit

85 Kolleginnen und Kollegen folgten der Einladung der Betriebsseelsorge und  Bahnhofsmission anlässlich des „Workers meorial day 2016“. Beim Gottesdienst wurde der Verunglückten und verletzten Arbeiter auf den Baustellen weltweit gedacht und im Besonderen der Kolleginnen und Kollegen auf den Baustellen vor Ort. Beim anschließenden Fest sorgte die PSU Band für super Stimmung  und Melisa mit ihrem Gesang für Gänsehautfeeling. Helmut und Gerda betreuten den Grill und sorgten für leckeres Essen. Danke dem Vorbereitungsteam Thomas Hauser von Züblin und Sarah Heinrich von der Bahnhofsmission. Ich danke auch den Unterstützern, ohne die das Fest nicht das wäre, was es ist. Peter Maile

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Die PSU Band

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Franz freut sich über das gelungene Fest

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Thomas lauscht der Musik und Gerhard will nicht unerkannt bleiben

 

Kirche an vielen Orten

 

Die Diözese Rottenburg-Stuttgart beschäftigt sich schon seit längerem mit dem Prozess „Kirche am Ort“. Ein sperriger und für Kirchenferne ein ungewohnter Begriff. Viele verbinden damit ein Bauwerk. Doch Kirche ist mehr als nur ein Bauwerk. Selbst die schönste und größte Kirche ist ohne Christinnen und Christen die sie mit Leben füllen, nur halb so viel wert. Kirche beinhaltet auch Menschen die miteinander Glauben und Leben feiern, miteinander Hoffnung und Gemeinschaft, Solidarität und Nächstenliebe teilen. Wo dies geschieht, ist „Kirche am Ort“ – wohltuend und lebendig.

„Kirche an vielen Orten“ unter dieser Überschrift ist der folgende Film mit dem Betriebsseelsorger Peter Maile entstanden. Dieser wurde beim Katholikentag auf einer Podiumsdiskussion ausgestrahlt.

 

Unbenannt

„Sandwich-Position“

Wenn davon die Rede ist, dann wird rasch klar, was damit gemeint ist und mit welchen Herausforderungen es die Betroffenen zu tun haben. Für mich gehören Poliere im Tunnelbau dazu. Ihnen wird vieles abverlangt, sie sollen möglichst an allen Orten gleichzeitig und über alles bestens informiert sein. Sie sind verantwortlich für die Umsetzung der Tagesziele, kümmern sich um die Dokumentation der Abschläge und sollen immer gut drauf sein. Sie sind im guten Kontakt mit der Bauleitung, der Bauüberwachung, nehmen an Baubesprechungen teil und haben für die Anliegen der Mineure ein offenes Ohr. Sie sind- Dazwischen. Poliere sind wichtige Vertrauenspersonen für die Mineure, sowie Schlüsselperson für die Bau- und Projektleiter und erster Ansprechpartner für den Betriebsseelsorger.

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Zu Hause im Pinzgau

Franz K., den wir auf dem Bild mit seiner Frau sehen, ist einer von den vielen Polieren im Projekt und auf der Neubaustrecke. Franz, den ich kennen und schätzen gelernt habe und den ich Zuhause besucht habe, blickt auf eine lange Zeit im Tunnelbau zurück. Mittlerweile hat sich vieles verändert: Die Technik hat sich weiter entwickelt und die Arbeit im Tunnel wurde durch den Einsatz von Maschinen um einiges leichter. Die Unfallgefahr hat sich deutlich gesenkt und die Sicherheitsstandards sind gestiegen. Doch wie in allen Bereichen, hat der Preis-Zeit und Leistungsdruck im Tunnelbau Einzug gehalten. Früher hatten die Firmen mehr Stammpersonal und es ging familiärer zu. Heute ist die Vortriebsmannschaft international besetzt. Es wird mehr in die vorhandene Zeit eingepackt und, wie einem Zahnrad ähnlich, muss alles ineinander greifen. Mehr denn je, bedarf es einer guten Infrastruktur, eines guten Arbeitsklimas und Teamgeist, sowie Raum und Zeit der Erholung. In den freien Tagen wird dafür gesorgt.

Dem Franz seine Kraftquelle ist das Pinzgautal wo er zu Hause ist. Zusammen mit seiner Frau Rosi, die ihm die ganze Zeit den Rücken gestärkt, ihn verwöhnt und sich um die Erziehung der Kinder gekümmert hat, genießt er mehr den fantastischen Ausblick auf die Berge. „Es ist genug“ sagten die beiden beim Besuch und es sei Zeit für den Ruhestand. Zusammen haben sie sich vieles vorgenommen, wie z.B. mit dem Motorrad in die Berge fahren und das Alpenpanorama genießen. Ich wünsche den beiden alles erdenklich Gute und danke dem Franz für die bereichernden Begegnungen. Möge Gottes Segen sie begleiten und beschützen. Glück Auf, Peter Maile