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Kirche an vielen Orten

 

Die Diözese Rottenburg- Stuttgart beschäftigt sich schon seit länger mit dem Prozess Kirche am Ort. Ein sperriger und für Kirchenferne ein ungewohnter Begriff. Viele verbinden damit ein Bauwerk. Doch Kirche ist mehr als nur ein Bauwerk. Selbst die schönste und größte Kirche ist ohne Christinnen und Christen die sie mit Leben füllen, nur halb so viel wert. Kirche beinhaltet auch Menschen die miteinander Glauben und Leben feiern. Miteinander Hoffnung und Gemeinschaft, Solidarität und Nächstenliebe teilen. Wo dies geschieht, ist für Kirche am Ort. Wohltuend und lebendig.

Kirche an vielen Orten unter dieser Überschrift ist der folgende Film mit dem Betriebsseelsorger Peter Maile entstanden. Dieser wurde beim Katholikentag auf einer Podiumsdiskussion ausgestrahlt.

 

Unbenannt

„Sandwitsch-Position“

 

Wenn davon die Rede ist, dann wird rasch klar, was damit gemeint ist und mit welchen Herausforderungen es die Betroffenen zu tun haben. Für mich gehören Poliere im Tunnelbau dazu. Ihnen wird vieles abverlangt, sie sollen möglichst an allen Orten gleichzeitig und über alles bestens informiert sein. Sie sind verantwortlich für die Umsetzung der Tagesziele, kümmern sich um die Dokumentation der Abschläge und sollen immer gut drauf sein. Sie sind im guten Kontakt mit der Bauleitung, der Bauüberwachung, nehmen an Baubesprechungen teil und haben für die Anliegen der Mineure ein offenes Ohr. Sie sind- Dazwischen. Poliere sind wichtige Vertrauenspersonen für die Mineure und Schlüsselperson für die Bau- und Projektleiter und erster Ansprechpartner für den Betriebsseelsorger.

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zuhause im Pinzgau

Franz K., den wir auf Bild mit seiner Frau sehen, ist einer von den vielen Polieren im Projekt und auf der Neubaustrecke. Franz, den ich kennen, schätzen gelernt und den ich Zuhause besucht habe, blickt auf eine lange Zeit im Tunnelbau zurück. Mittlerweile hat sich vieles verändert: Die Technik hat sich weiter entwickelt und die Arbeit im Tunnel wurde durch den Einsatz von Maschinen um einiges leichter. Die Unfallgefahr hat sich deutlich gesenkt und die Sicherheitsstandards sind gestiegen. Doch wie in allen Bereichen auch, hat der Preis-Zeit und Leistungsdruck im Tunnelbau Einzug gehalten. Früher hatten die Firmen mehr Stammpersonal und es ging familiärer zu. Heute ist die Vortriebsmannschaft international besetzt. Es wird mehr in die vorhandene Zeit eingepackt und wie einem Zahnrad ähnlich muss alles ineinander greifen. Mehr denn je, bedarf es einer guten Infrastruktur, eines guten Arbeitsklima und Teamgeist sowie Raum und Zeit der Erholung. In den freien Tagen wird dafür gesorgt.

Dem Franz seine Kraftquelle ist das Pinzgautal wo er zuhause ist. Zusammen mit seiner Frau Rosi, die ihm die ganze Zeit den Rücken gestärkt, ihn verwöhnt und sich um die Erziehung der Kinder gekümmert hat, genießt er mehr  den fantastischen Ausblick auf die Berge.  Es ist Genug sagten die beiden beim Besuch und es ist Zeit für den Ruhestand. Zusammen haben sie sich vieles vorgenommen z. B. mit dem Motorrad in die Berge fahren und das Alpenpanorama genießen. Ich wünsche den beiden alles erdenklich Gute und danke dem Franz für die bereichernden Begegnungen. Möge Gottes Segen die begleiten und beschützen. Glück Auf Peter Maile

Über den Tellerrand hinaus

 

Diese Redewendung lässt sich u.a., auch auf dass Handwerkervesper am 31. Mai im Imbergtunnel übertragen. Ca. 170 Personen der Firmen Bunte, Stutz, Marti und Strabag folgten der Einladung durch die Betriebsseelsorge. Die Tunnelpatin Barbara Neidlinger vom nahe gelegenen Dorf Temmenhausen organisierte eine Bläsergruppe aus Merklingen. Sie eröffneten die Wortgottesfeier bei dem der Betriebsseelsorger Maßstäbe für den Alltag auf dem Bau skizzierte z.B. jenen der Solidarität, der konstruktiven Kommunikation und der Tariflichen Entlohnung. Im Anschluss gab es von der Alb Ernte Leberkäse mit Kartoffelsalat der den Bauarbeitern und Tunnelbauern mundete. Diese gute  Form des Austauschs gab es noch nicht so das Fazit eines Kollegen. „Alles Wirkliche im Leben ist Begegnung“! Fortsetzung folgt.

Handwerkervesper

Handwerkervesper

Dem Leib und der Seele etwas Gutes tun, stand im Mittelpunkt des Handwerkervespers am 24. Mai im Steinbühltunnel zu dem die Betriebsseelsorge eingeladen hat. Diese Form der Begegnung gab es noch nie und die Betriebsseelsorge will neben dem kollegialen Austausch, Wertschätzung und Anerkennung,  Solidarität und Teamgeist zum Ausdruck bringen.In der Werkstatt am Steinbühltunnel trafen sich 65 Männer die im Vortrieb die Sauberkeitsschicht anbringen, die Innenschale erstellen, in der Werkstatt oder in der Bauleitung arbeiten. Sie kommen aus Österreich, aus Polen, Slowenien und Deutschland. Nach einer kurzen Andacht gab es Leberkäse mit Kartoffelsalat und Getränke.

Die beiden Poliere David und Franz haben schon manchen Tunnel erstellt

Zeit für mehr Solidarität

Der Stellvertretende DGB Vorsitzende Jürgen Groß begrüßte die Kolleginnen und Kollegen zur Kundgebung auf dem Esslinger Markplatz. Mit der Überschrift Zeit für mehr Solidarität  u. a. auch  für ein Engagement gegen rechts gerichtete politische Äußerungen.  1.Mai 2016

Die Würde des Menschen ist….

Gesichter der MenschenDie Würde des Menschen ist unantastbar. Sie steht im Grundgesetz an erster Stelle und das ist weltweit einmalig. Der zweite Teil des Satzes und er ist genauso wichtig lautet: „Sie zu achten und zu schützen ist die Verpflichtung aller staatlichen Gewalt“. Doch das alleine reicht nicht aus, auch die Zivilgesellschaft ist gefragt. Wer für sich einen würdevollen Umgang einfordert, sollte auch danach handeln. Die Menschenwürde ist ein kostbares Geschenk und will gepflegt werden. Doch die Würde des Menschen ist antastbar. In den Kriegsgebieten wird sie mit Füßen getreten. Kinder und Schwache werden ihrer Würde beraubt. In der Arbeitswelt werden Menschen ausgebeutet. Mit der Menschenwürde verbinde ich Selbstbestimmtheit, Selbstvertrauen, Ehre, Achtung, Selbstwertgefühl, ein Recht auf Teilhabe und Gesundheit, Schutz vor Folter und Hinrichtung. Das Recht auf Würde, sie zu achten und zu schützten, sollte sich in den gesellschaftlichen Bereichen widerspiegeln. In der Politik genauso wie in der Wirtschaft. Die Würde des Menschen sollte auch Bestandteil des Betriebsverfassungsgesetzes sein. Sie muss in den schulischen, gesellschaftlichen und privaten Bereichen selbstverständlich sein. Das Recht auf Menschenwürde hat historische und religiöse Wurzeln. In Psalm 8, heißt es, Was ist der Mensch, dass du seiner gedenkst. und weiter heißt es: Du hast ihn mit Ehre gekrönt“. Diese Ehre kann uns niemand mehr nehmen unabhängig von Status, Leistung und Lebenssituation. Du hast eine Würde zeige sie. Um die Würde des Menschen geht es auch im Gottesdienst am 1. Mai um 9.30 Uhr in der Frauenkirche Esslingen. Herzliche Einladung. Anschließend findet auf dem Marktplatz die Kundgebung des  DGB statt. Zeit für mehr Solidarität, Zeit für eine solidarische Menschenwürde. Dafür sollten wir uns Zeit nehmen. Peter Maile Betriebsseelsorge Projekt S21. 1.Mai DGB

 

Buchlesung

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Zahlreiche Gäste und Mitarbeiter der „ATA“ sind der Einladung zur Buchlesung in die Werkstatt am Steinbühltunnel gefolgt. Es ging um den neuen Kriminalroman „der Todesstollen“, von Manfred Bomm. Er ließ sich vom Besuch im Tunnel inspirieren, befragte Fachleute vor Ort und verfasste einen sehr gelungen Kriminalroman in dem er reale und fiktive Personen sowie der Handeln beschreibt. Frank Niedermayer traute seinen Augen nicht als er zwischen den Steinen etwas Verdächtiges sah. Er ahnte, dass schlimmes passiert sein muss und sofort rief er seinen Vorgesetzten an. Es dauerte nicht lange und die ganze Baustelle war um Mittternacht ein Lichtermeer und die Sirenen riesen die Mineure vom Wohnlager aus dem Schlaf. Auch Häberle wurde aus dem Schlaf geklingelt, war kurze Zeit später gleich am Tatort und nahm die Ermittlungen auf. Fest steht, Kommissar Häberle hat einen schwierigen Fall zu lösen. Dem Autor ist es gelungen einen sehr spannenden Kriminalroman zu schreiben, der die Arbeiten im Tunnelbau sehr gut wiedergibt und das Geschehen um Stuttgart 21 aufgreift.

Der Kriminalroman ist im Gmeiner Verlag erschienen und kostet 14,95€.
Es will auch gesagt sein, dass die Baustelle fast unfallfrei verlaufen und niemand ist zu Schaden gekommen ist. Nicht umsonst gilt der Mineurs Spruch Glück Auf!

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